Bürgerstiftung feiert Jubiläum

Seit inzwischen 10 Jahren gibt es die Wölfersheimer Bürgerstiftung. Seither konnten die verschiedensten Projekte realisiert werden, durch die das Leben in der Gemeinde geprägt wurde. Am vergangenen Wochenende wurde das Jubiläum der Stiftung im Rahmen einer kleinen Feierstunde am Wölfersheimer See gefeiert.

Im Jahr 2009 konnte die Stiftung offiziell gegründet werden. Initiiert wurde ihre Gründung bereits vom ehemaligen Bürgermeister Joachim Arnold, der nach einer kurzen Begrüßung durch Bürgermeister und Stiftungsvorsitzenden Eike See auf die Entwicklung zurück blickte. „Wir haben die Bürgerstiftung gegründet um hier in Wölfersheim lokal und auf ewig nachhaltig Projekte zu fördern, und zwar getragen von der Gemeinschaft als Hafen aller Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Wölfersheim.“ fasst Arnold zusammen. Dem pflichtet auch sein Nachfolger Rouven Kötter bei, der die Gründung begleitete. „Die Gründung der Wölfersheimer Bürgerstiftung war ein enormer bürokratischer Aufwand und hat uns viel Arbeit gekostet, aber es hat sich gelohnt, denn jetzt steht Geld zur Verfügung, dass in Projekte investiert werden kann die für alle Bürgerinnen und Bürger einen Mehrwert bringen und sonst schwer möglich gewesen wären.“ so Kötter. Die Gemeinde stattete die Bürgerstiftung mit einem Startkapital von 250.000 Euro aus. Trotz der zahlreichen Ausschüttungen ist das Kapital der Stiftung durch Zustiftungen von Firmen, Privatpersonen und Vereinen auf inzwischen rund 305.000 Euro angewachsen. Mit den Erträgen aus der Anlage dieses Kapitals kann die Stiftung gemeinnützige Projekte unterstützen. Dies hebt Schatzmeister Ulrich Bommersheim als eine Besonderheit hervor. „Bürgerstiftungen sind in den letzten Jahren viele gegründet worden. Das besondere and der Bürgerstiftung in Wölfersheim ist, dass sie für eine Gemeinde dieser Größenordnung schon eine Ausnahme darstellt. Mit sehr viel Weitblick wurde damals der Kapitalstock mit einem ansehnlichen Kapital ausgestattet. Das ist die Grundlage dafür, dass jährlich ausreichend Erträge generiert werden um Projekte zu finanzieren.“ lobt Bommerheim.
Die Liste dieser Projekte ist lang. Gerhard Weber erinnerte in seiner Funktion als Vorsitzender des Stiftungskuratoriums an einige Beispiele. Eines der prominentesten Beispiele für die Arbeit der Stiftung sind die angeschafften Markthütten. Ob beim Markt der Regionen, dem 1200-jährigen Jubiläum in Berstadt und Melbach oder dem Södeler Adventsmarkt, die Hütten sind heute eine feste Einrichtung in der Gemeinde geworden und werden regelmäßig eingesetzt. Es sind jedoch auch kleinere Maßnahmen, die die Arbeit der Bürgerstiftung kennzeichnen. So wurde beispielsweise die Natur- und Vogelschutzgruppe bei der Anschaffung neuer Nistkästen unterstützt, und der Eltern-Kind-Verein erhielt einen Zuschuss zu seinem Projekt Musikgarten. Aufgelockert wurden das Programm durch kurze musikalische Beiträge des Kindergartens Pusteblume aus Wohnbach.
Um langfristig an das Jubiläum der Stiftung zu erinnern wurde ein Baum am Rundweg um den See gepflanzt. Dabei handelt es sich um eine Flatterulme. Die Flatterulme ist Baum des Jahres 2019 und kommt sehr gut mit den feuchten Böden um den See zurecht. Gewässert werden muss der Baum aber trotzdem. Zum Abschluss des offiziellen Teils wurde er von Stiftungsvorstand und Stiftungskuratorium offiziell angegossen.
Zum Abschluss ließ man die Feierstunde mit einem gemeinsamen Mittagessen im Hochseilgarten ausklingen. Die Gäste nutzten die Gelegenheit auf die bisherige Arbeit der Bürgerstiftung zurück zu blicken. „Die Entwicklung der Stiftung ist beachtlich. Ich hoffe im Sinne aller Bürgerinnen und Bürger, dass sie sich weiterhin so fortsetzen wird. Interessierte Vereine, Organisationen und Bürger können sich gerne mit Vorschlägen an die Stiftung wenden.“ schließt Bürgermeister Eike See ab. Wer die Arbeit der Wölfersheimer Bürgerstiftung mit einer Spende oder Zustiftung unterstützen möchte, kann sich an Geschäftsführer Joscha Pulkert wenden. Er ist unter der Rufnummer 06036/9737-22 und per Mail an joscha.pulkert@woelfersheim.de erreichbar.

Bürgerstiftung zieht Bilanz

Im Jahr 2009 wurde die Wölfersheimer Bürgerstiftung gegründet. Ihr Ziel ist es, kulturelle, soziale und ökologische Projekte nachhaltig zu fördern. Um Unterstützern einen Einblick in die Arbeit der Stiftung zu ermöglichen, zieht diese nun Bilanz über ihre Arbeit.
Mit einem Stiftungskapital von 250.000 Euro wurde die Bürgerstiftung bei ihrer Gründung im Jahr 2009 von der Gemeinde ausgestattet. Inzwischen ist es auf über 280.000 Euro angewachsen. Zahlreiche Bürger und Unternehmen haben die Stifung in den vergangenen Jahren unterstützt. Mit den erwirtschafteten Zinserträgen werden die Ziele der Stiftung verfolgt, in deren Mittelpunkt immer das Wohl der Bürger der Gemeinde steht. Zwei der sichtbarsten Projekte wurden im Jahr 2013 realisiert. Für insgesamt 4.400 Euro wurden fünf Markthütten angeschafft, die inzwischen aus dem Vereinsleben nicht mehr wegzudenken sind. Auch beim Markt der Regionen kommen diese Hütten zum Einsatz. Bei jeder Nutzung fließen 25 Euro als Zustiftung an die Bürgerstiftung zurück. Da die Nachfrage der Vereine so groß ist, konnten bereits zwei weitere Hütten angeschafft werden. Ebenfalls zu den größeren Projekten der Stiftung zählt die Unterstützung des Mehrgenerationenspielplatzes am Wölfersheimer See. Der Bau der beliebten Anlage wurde mit 3.000 Euro unterstützt.
Im kulturellen Bereich unterstützte die Stiftung verschiedene Projekte. Für die Anschaffung von Notenarrangements erhielt die Singbergschule bei der Gründung einer Bigband 1.000 Euro. Zur Unterstützung der Partnerschaftsarbeit erhielt der Partnerschaftsverein 500 Euro. Im Rahmen der Leseinitiative „Wölfersheim liest“ erhielt die Bücherei als freiwillige Leistung der Gemeinde eine Spende von 3.000 Euro. Die Vereine wurden bei den Schulungen für den Gesundheitspass mit 500 Euro unterstützt, und das Projekt Verein 3.0 soll mit bis zu 2.000 Euro gefördert werden. Auch im Bereich Umwelt- und Naturschutz war die Stiftung in den vergangenen Jahren aktiv. Die Anschaffung von Nistkästen und Steinkautzröhren mit der Natur- und Vogelschutzgruppe, die Anschaffung von Bäumen und Pflanzen oder Unterstützung bei der Pflege der Streuobstwiesen sind nur einige Beispiele. „Die Tätigkeiten der Stiftung sind so vielseitig wie die Menschen, die sich in ihr engagieren.“ berichtet der Stiftungsvorsitzende Rouven Kötter. Welche Projekte unterstützt werden, entscheiden Stiftungsvorstand und Stiftungskuratorium gemeinsam. Der Vorstand nimmt Vorschläge auf, arbeitet sie aus und reicht sie an das Kuratorium zur Beschlussfassung weiter. Nachdem das Kuratorium zugestimmt hat, beschließt der Vorstand über die Freigabe und Auszahlung der Mittel. Im Stiftungskuratorium sind 17 Bürger aus allen Ortsteilen vertreten. Der Stiftungsvorstand setzt sich aus sieben Mitgliedern zusammen. Mitglieder des Vorstandes sind Rouven Kötter, Joachim Arnold, Peter Warnke, Rita Rieß, Elke Ulrich, Sigrid Kern-Stenger und Hans Reiner Heßler. Bürgerinnen und Bürger, aber auch Vereine und Organisationen, die Ideen für die Arbeit der Stiftung haben, können sich an die Mitglieder des Stiftungsvorstandes wenden. Bedingung für eine Unterstützung ist allerdings ein gemeinnütziger und nachhaltiger Zweck. Insgesamt wurden bisher rund 16.000 Euro ausgeschüttet. Hinzu kommen Unterstützungen, die bisher noch nicht ausgezahlt wurden.
„Die Bürgerstiftung ist eine wertvolle Einrichtung unserer Gemeinde. Wir können unsere Gemeinde damit weiter zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger gestalten. Ich würde mich sehr freuen, wenn uns Bürger Vorschläge für die Arbeit der Stiftung unterbreiten. Natürlich freuen wir uns auch über Zustiftungen und Spenden.“ so Stiftungsvorsitzender Kötter.